Archiv für den Monat: September 2018

Frische Tomaten haltbar machen

Frische Tomaten haltbar machen

Ob pur, getrocknet, eingekocht oder in Essig konserviert gegessen – Tomaten sind eine kleine Delikatesse und auf vielfache Weise in der Küche verwendbar. Bei guter Qualität besitzen sie eine

Frisch geerntete Tomaten

Frisch geerntete Tomaten

appetitliche rote Farbe, ein südländisches Aroma und sind knackig im Biss. Außerdem liefern sie eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen für die gesunde Ernährung. Unter bestimmten Voraussetzungen lassen sich Tomaten für Wochen oder gar Monate lagern. Hier erhalten Sie eine Auswahl der besten Methoden damit Sie frische Tomaten haltbar machen können.

Tomaten frisch lagern

Unter optimalen Bedingungen bleiben frische und unbeschädigte Tomaten bis zu 14 Tage schmackhaft und appetitlich. Die beste

Frische Tomaten im lufdurchläassigen Korb lagern

Frische Tomaten im lufdurchläassigen Korb lagern

Aufbewahrung erfolgt an einem dunklen, schattigen und luftigen Ort. Dabei sollten die Temperaturen mild und die Luftfeuchtigkeit hoch sein. Tomaten sind Südfrüchte und gehören nicht in den Kühlschrank. Dort können sie nicht nachreifen, verlieren an Qualität und fangen schnell an zu schimmeln. Die optimalen Temperaturen liegen zwischen 13° bis 16° Celsius. Am besten liegen sie offen, nicht zu hart und zu eng aneinander. Gut dafür geeignet ist ein Korb oder eine Schale.

Waschen Sie die Tomaten und entfernen Sie die Stängel und Blütenansätze erst vor der Verwendung. Auf diese Weise verhindern Sie das Austrocknen und das Entstehen von Fäulnis. Selbst wenn das Grün getrocknet ist, schützt es die Früchte vor dem Verderben.
Zum Nachreifen legen Sie die Früchte an einen hellen und sonnigen Platz beispielsweise auf die warme Fensterbank. Legen Sie Äpfel oder Bananen in die Nähe, beschleunigen Sie den Reifeprozess. Grund dafür ist das enthaltene Reifegas Ethylen, das von der Frucht freigesetzt wird.

Möchten Sie frische Tomaten haltbar machen und sie sollen über mehrere Wochen oder sogar Monate haltbar und genussvoll bleiben, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten der Konservierung zur Verfügung.

Tomaten im Backofen trocknen

Für diese Methode der Haltbarmachung eignen sich am besten weiche und makellose Früchte. Außerdem sollten sie sehr gut reif sein, damit sie viel Süße und Aroma besitzen. Zum Trocknen benötigen Sie einen Backofen, ein Blech und ein Backpapier.

Im Backofen getrocknete Tomaten

Im Backofen getrocknete Tomaten

1. Die makellosen Früchte waschen, abtrocknen und das Grün entfernen.
2. Mit einem Messer halbieren oder vierteln.
3. Mit Salz und eventuell mit fein gehacktem Rosmarin würzen.
4. Etwas Olivenöl darüber träufeln.
5. Den Backofen auf 90° Celsius vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
6. Die Tomaten großzügig auf das Blech verteilen und in den Ofen auf die mittlere Schiene schieben.
7. Die Tomaten circa 5 bis 6 Stunden, je nach Größe der Stücke auch länger trocknen. Wichtig: Die Ofentür muss einen Spalt offen bleiben, damit die Feuchtigkeit abziehen kann.

Trockentest: Drücken Sie die Früchte leicht zusammen. Tritt kein Saft mehr heraus, sind sie fertig. Außerdem zieht sich die Haut zusammen.

Tomaten einkochen

Durch das Einkochen von Tomaten erhalten Sie ein schmackhaftes, selbst gemachtes Mus. Dieses lässt sich später nach Belieben mit Gewürzen und Kräutern aromatisieren und für die Zubereitung von Pasta-Gerichten, Suppen und Pizzen verwenden.

Für die Haltbarmachung eignen sich besonders gut vollreife und nicht mehr makellose Früchte. Wer die Haut vor dem Kochen entfernen möchte, ritzt diese mit dem Messer an, überbrüht die Tomaten mit kochendem Wasser und zieht die schon gelöste Haut mit einem sitzen Messer ab. Sie benötigen: Tomaten, einen Topf, nach Belieben Gewürze wie Salz, Zucker, Knoblauch und mediterrane Kräuter. Gläser mit Schraubverschluss und einen Backofen mit Blech.

1. Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und in kleine Stücke schneiden
2. In einem Topf kurz kochen.
3. Wer möchte, kann die gekochten Tomaten mit einem Mixstab zu einem sämigen Mus pürieren.
4. Nach Bedarf die Tomatensoße mit Gewürzen und/oder Kräutern abschmecken.
5. Die Soße in einem offenen Topf bei niedriger Temperatur 20 bis 30 Minute einkochen. Dabei das Umrühren nicht vergessen.
6. In der Zwischenzeit die Gläser heiß ausspülen, sodass diese beim Befüllen noch heiß sind.
7. Die Tomatensoße bis zum Rand in die Gläser einfüllen. Den Deckel schließen und die Gläser auf den Kopf stellen. Dadurch werden alle noch möglichen Bakterien abgetötet und der Entwicklung von Schimmel entgegengewirkt. Außerdem bildet sich das notwendige Vakuum.
8. Die Gläser abkühlen lassen und umdrehen.

Tomaten einwecken

Hierbei handelt es sich um eine Methode aus Großmutters Zeiten, die aufgrund der Einfachheit zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Sie benötigen: reife Tomaten, Einmachgläser und nach Belieben Gewürze wie Salz, ganze Pfefferkörner, mediterrane Gewürze und Kräuter wie Chili, Basilikum, Rosmarin, Thymian.

Eingeweckte Tomaten

Eingeweckte Tomaten

1. Die Tomaten häuten.
2. Die gereinigten Gläser mit kochendem Wasser ausspülen.
3. In die noch warmen Gläser die Tomaten einlegen. Nach Belieben Gewürze und Kräuter dazugeben. Die Gläser bis knapp unter den Rand mit einem Salzsud in der Mischung mit 15g Salz pro 1 Liter Wasser aufgießen.
4. Die Gläser gut und fest verschließen.
5. In ein Wasserbad setzen und bei 85° bis 95° Celsius circa 30 Minuten einwecken.
6. Testen, ob die Deckel wirklich fest schließen.
7. Die Gläser auskühlen lassen.

Tomaten in Essig konservieren

Hierfür sind ganze und einwandfreie Cocktailtomaten und Kirschtomaten die beste Auswahl. Sie benötigen: Gläser mit Schraubverschluss, Weinessig, Wasser, Gewürze wie Zucker, Salz und nach Wunsch Lorbeerblatt, mediterrane Kräuter und Gewürze, kleine Silberzwiebeln oder fein geschnittene Zwiebelringe und Knoblauch.

1. Weinessig zur Hälfte mit Wasser vermischen.
2. Den Sud mit Zucker, Salz und nach Wunsch mit den Gewürzen und Kräutern kurz aufkochen. Anschließend das Ganze noch circa 15 Minuten leise köcheln lassen.
3. Die gewaschenen und geputzten Tomaten in die Gläser einfüllen.
4. Den Sud über die Früchte gießen.
5. Die Gläser gut verschließen.
6. Nach dem Einwecken sollten die Tomaten mindestens 3 Tage lang und am besten 2 Wochen an einem dunklen und kühlen Ort ziehen.

Tomaten einlegen in Olivenöl

Die fertigen Tomaten schmecken als Antipasti, zum Salat und sind in zahlreichen warmen Gerichten ein wunderbarer Geschmacksbringer. Verwenden Sie einwandfreie, reife und nicht zu große Früchte. Für das Aroma auch entscheidend ist das Olivenöl. Am besten verwenden Sie hochwertiges natives oder extra natives Öl. Frische mediterrane Kräuter, etwas Salz und Pfeffer verleihen den Früchten einen Hauch des sonnigen Südens.

1. Geben Sie die gewaschenen Früchte abwechselnd mit den Kräutern in das Glas, sodass die Tomaten ausreichend Aroma erhalten.
2. Füllen Sie jedes Glas mit Olivenöl, sodass die Tomaten darin schwimmen. Wichtig ist, dass das Glas nicht ganz bis zum Rand befüllt wird.
3. Die Gläse gut schließen unddie Tomaten circa 2 Wochen lang an einem dunklen und kühlen Ort ziehen lassen.

Tomaten einfrieren

Wenn Sie Tomaten einfrieren, verändert sich ihre Konsistenz. Es wird weicher und ist prima zum Herstellen für Suppen und Soßen geeignet. Am besten eignen sich klein geschnittene oder pürierte Tomaten.
1. Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und je nach Belieben würfelt oder pürieren.
2. Möchten Sie die Schale oder die Kerne nicht, häuten Sie die Tomaten und entfernen das Innenleben.
3. Füllen Sie die Früchte nur kalt in die Gefrierbeutel. Drücken Sie die übermäßige Luft aus dem jeweiligen Beutel und verschließen Sie diesen luftdicht. Eingefroren sind die Tomaten bis zu einem Jahr haltbar.

Tipps: Unreife und noch grüne Tomaten dürfen nicht verzehrt werden! Sie enthalten das giftige Solanin, das in hohen Mengen sogar zum Tode führen kann. Das Haltbarmachen verringert den Gehalt und die Wirkung des Stoffes nicht. Es gibt aber auch eine essbare grüne Tomatensorte, die mit der Reife einen grüngelblichen Farbton bekommt. Allerdings enthält diese wie die roten Schwestern im unreifen Zustand Solanin.

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Quelle Bilder: https://pixabay.com